Sonntag, 4. April 2010

Gaia verlangt nach Psycho-Ex!

Die liebe Gaia hat mir vorgeworfen, dass ich zu wenig blogge. Und dass sie heute was von meinem Psycho-Ex hören möchte. Aus gegebenem Anlass.

Nun aber zunächst ein kleiner Rückblick:
Mein Psycho-Exfreund ist sehr hübsch. War er früher auch schon. Er ging mit mir zur Schule, nur eine Klasse höher. Hübsch, älter, fuhr schon Auto (und ich war noch 17). Auf einer Party haben wir uns dann kennengelernt (wie ich mich kenne, bin ich schlicht und einfach hinstolziert und habe ihn angelabert...).
Ein Wunder, dass er auf dieser Party war, denn eigentlich war er Leistungssportler und trank keinen Alkohol, rauchte nicht, hatte keinerlei Laster. So auch nicht das späte Zubettgehen.
Allerdings hatte er kurz zuvor von 100 auf 0 mit dem Rudern aufgehört, wie er mir berichtete. So vertrug er natürlich nichts und war schnell stramm.
Wir verabschiedeten uns auf der Party, indem er mich fragte, ob er mich küssen dürfe (allein die Frage war so süß!). Den Rest der Geschichte (ich datete noch einen anderen, machte Pro-Kontra-Listen und entschied mich für ihn) erspare ich euch in langen Sätzen.
Er hatte mich wirklich gern. Wirklich gern. Der Junge war dermaßen verschossen. Eigentlich süß.


Um eines klarzustellen: Ich bin nicht der Schmusetyp. Ich bin nicht romantisch, ich mag keine Rosen, ich bin keine Klette, ich bin gern mal allein, ich möchte, egal wie verliebt ich bin, nicht 24/7 meinen Freund um mich herum haben.Er allerdings wollte immer bei mir sein. Immer. Und ständig. "Nein, ich kann nicht, ich muss Mathe lernen" wurde nicht akzeptiert, sondern mit einem "Dann komm ich zu dir und lese was, während du lernst" abgeschmettert.
Wenn ich ihn nach Hause schickte (von allein wäre er nie heim gefahren!), klingelte mein Telefon, sobald er zu Hause war. Er vermisse mich, er wolle bei mir sein.
Irgendwann gings mir auf den Geist, aber ich hatte ihn ja gern, also ließ ich es über mich ergehen.

Man stelle sich vor: Jemandes Lebensinhalt ist der Sport - Sport wird eingestellt - kein Lebensinhalt mehr - neue Freundin da - neuer Lebensinhalt.

Genau so war es. Ich war sein Lebensinhalt. Ich war alles. Nur wollte ich es nicht sein. Also wand ich mich und wollte so langsam raus aus der Beziehung. Als ich dann auch noch jemand anderes kennen lernte und ihn toll zu finden begann, wurde es immer dringender.

Die Trennung war grausig. Ich sagte ihm, es würde nicht mehr funktionieren, da ich nicht mehr in ihn verliebt sei.
Er bestand darauf, dass ich vielleicht nicht mehr verliebt sei, das aber jetzt Liebe sei. Nein - Doch - Nein - Doch. Irgendwann ging ich und ließ einen komplett fertigen, tränenüberströmten jungen Mann zurück, der beteuerte, er würde den Rest seines Lebens in seinem Zimmer bleiben (original Wortwahl: "Ich werde ein Einsiedlerkrebs - wenn du mich suchst, ich bin in meinem Zimmer und warte.") und auf meinen Anruf warten, ohne mich wäre sein Leben leer und ich wäre die Liebe seines Lebens.
Er wollte mich also zurück. Was unmöglich war, da er mich inzwischen anwiderte mit seiner Art. Nichtmal mehr hübsch fand ich ihn.  Und er ist wirklich ein hübscher Kerl.


So weit zu Teil 1. Nun muss ich duschen gehen und mich fertig machen, um mit meinen Zwillingen auszugehen und Sekt zu trinken.

Wie aus einem eigentlich nur in Tränen aufgelösten Exfreund ein Psycho-Exfreund wird, schreibe ich morgen ;)

1 Kommentar:

  1. Haha, da ist er ja, der Beitrag den ich mir gewünscht hatte. :D Ich lach mich immer noch kaputt - obwohl ich die Geschichte schon kenne. ;-)

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