Samstag, 10. April 2010

Absturz. Im wahrsten Sinne des Wortes.


Zunächst einmal: Ich habe es endlich geschafft, meinem Blog ein Layout zu geben - ich hoffe, es gefällt :)

Nun zum Absturz. Dieser trug sich letzte Woche Sonntag, also dem Ostersonntag zu.
Da viele meiner Freunde wieder zu träge waren, war ich mit meinen Party-Zwillingen (männl. Zwillinge, die auch beste Freunde sind und wirklich alles zusammen machen...), im Folgenden A. und N., und noch einem Freund von denen, den sie hatten umstimmen können, verabredet. Es war mal wieder ein riff-Abend geplant, Thema "Golden Charts", was auch immer das sein sollte.

Da ich spät dran war und die Verbindungen zu A. von mir aus so bescheiden sind entschloss ich mich, mit dem Auto zu ihm zu fahren - und es dort stehen zu lassen, versteht sich. Ich hatte eine neue Auto-CD mit großartiger Playlist: 
 
Keine Sorge, sonst höre ich nicht solche Musik, aber zum Autofahren ist es großartig!

Ich tanzte also in meinem Auto zu A., die (natürlich noch geschlossene!) Sektflasche auf dem Beifahrersitz und fragte mich, wieso man eigentlich nicht betrunken Auto fahren darf, weil das großen Bock machen würde.
Nach einer kleinen alkoholischen Vorphase ging es gegen viertel vor 1 los gen Innenstadt.

Seit der Klausurenphase vertrage ich nicht mehr so viel wie vorher. Und Sekt steigt sowieso immer schnell zu Kopf. In der U-Bahn spielten wir das große Ruhrpottquiz, das ich noch in meiner Handtasche gefunden hatte. In der Stadt mussten A. und der andere Freund unbedingt noch einen Drink im Sausalitos nehmen, während N. und ich die Kneipe, in der meine Schwester arbeitet, aufsuchten, um ein Astra zu zischen. Ich muss meiner Schwester dort schon komische Dinge erzählt haben. Das Astra war schnell weg und wir auf dem Weg zum riff.
Ja, ich hatte vermutlich ein wenig zu viel intus, aber normalerweise gleicht sich das schnell wieder aus, da ich es vermeide, in Clubs noch etwas zu trinken (meistens eher Cola oder Wasser dann).
Diesmal sollte die Ausnüchterung aber schlagartig vor sich gehen:

Wir liefen den Schotterweg zum Club entlang - und ich Trottel stolpere tatsächlich und lege mich formvollendet auf die Fresse!!
Allem Anschein nach war ich über irgendeinen abgesägten Pöller oder sonstwas gestolpert. "Sah aber gut aus" war der Kommentar von N. Erster Griff meinerseits an mein Knie - immerhin trug ich eine kurzen Rock und eine Strumpfhose. 
Aber - wundervoll! - die Strumpfhose hatte nichts abbekommen (aber mein Knie war aufgeschrammt, wie ich später feststellen sollte). Ich möchte euch hiermit die Rossmann Thermo-Strumpfhose empfehlen - sehr widerstandsfähig, wie ich im Selbsttest herausfand, und dazu noch warm... Und das alles für schlappe 3,95€! :D
Inzwischen hatte ich festgestellt, dass ich mir die Oberlippe aufgeschlagen hatte und blutete wie eine Irre. Dass meine Hände etwas aufgeschürft waren, versteht sich von selbst.
... Wäre die Strumpfhose kaputt gewesen, wäre ich wohl heim gefahren, aber so eine läppische, blutende Lippe, was solls :D
Ich hielt mir also Taschentücher dagegen und versuchte galant am Türsteher vorbei zu kommen, indem ich mir die Nase putzte, um meine Lippe zu verdecken. Leider wollte er in meine Tasche sehen und ich konnte da nun nicht mit dem Taschentuch vorm Gesicht rumstehen. Also verabschiedete er mich mit einem "Hoffentlich hörts bald auf zu bluten" in den Club. Na, herzlichen Dank, ich merk eh nichts mehr!
Wir tanzten also (ich kann nicht sagen, was für Musik lief, ernsthaft jetzt.). 
Und da ich die Angewohnheit habe, irgendwelche Menschen anzulabern, wenn ich zu viel intus habe, sprach ich also jemanden, den ich ein bisschen kannte (irgendwas geistreiches wie "Bist du immer noch bei den Herren der Mannschaft xy?", Antwort: "Ich dachte schon, du kennst mich nicht mehr!" - wir kannten uns noch nie wirklich, hallo?!). Ich begrüßte noch artig seine Freunde, die ich kannte, weil sie früher mit meiner Schwester so ein bisschen befreundet waren. Meine Lippe hatte übrigens inzwischen das Bluten aufgegeben (glaube ich zumindest?!) und im Dunkeln sah man das eh nicht sofort.
Nachdem ich mit S., einem Freund von dem Typen, über Vornamen diskutiert hatte, gab er mir ein Bier. Aus wars also mit meinem Vorhaben, nichts mehr zu trinken im Club. 

... Man kann übrigens auch mit aufgeplatzer Oberlippe küssen, wenn jemand von euch mal in die Verlegenheit kommen sollte, das ausprobieren zu müssen oder wollen. 
Ständig hatte ich neues Bier (Weizen, wieso eigentlich?!) in der Hand. Das natürlich nicht ich bezahlt hatte, allerdings auch nicht S. Denn der Freund von S., W., "ist selbständig, der hat Geld".
Weshalb S. immer S. Bescheid sagte, wenn Bier mau war, und dieser holte dann neues.

Irgendwann - keine Ahnung, meine Partyzwillinge waren aber schon vor mir gegangen, machten wir uns auf zum Bahnhof. Ich bei S. an der Hand (Alkohol, allein laufen ist nicht gut!), W. mussten wir einfangen, da er so stramm war, dass er nichts mehr geschnallt hat und falsche Wege lief. Als wir ihn hatten, hakte ich diesen kurzerhand unter, sonst wäre er gleich wieder weg gewesen. So trotteten wir auf Umwegen zum Bahnhof. 
Abstecher zu McDonalds, klar. Dann wollte ich mich zu meinem Bahnsteig verabschieden ("Oh, die Bahn kommt in 20min... oder so... wie spät ist es? Ach, egal, da kommt schon was!"), aber ich wurde nicht gelassen. S. bestimmte, dass ich mit ihnen mit dem Taxi heimfahren müsse - er hatte vorher W. sein Geld abgenommen, um es zu zählen und meinte, W. würde uns die Taxifahrt zahlen ("der ist ja selbständig und hat genug Geld!"). Und so saßen wir dann bald im Taxi und ich wurde auch nicht an der Hauptstraße rausgelassen, wie ich vorschlug, sondern tatsächlich bis vor die Haustür gefahren.
Achja, ich wohnte ungefähr auf deren Heimweg, sonst hätten sie mich sicherlich Bahn fahren lassen ;)

Ja. Ich torkelte also in mein Zimmer und begann, meine Wunden zu reinigen - um 6 Uhr morgens. Ich wusch sie aus, desinfizierte sie und legte mich zu meiner üblichen drei???-Folge ins Bett. 
Einen Kater hatte ich am nächste Tag übrigens nicht, nur eine kurze Hitzeattacke und eine Kopfschmerztablette (Aber ich glaube ernsthaft, dass die Kopfschmerzen wegen meiner zuen Nase kamen) wurden registriert.
Aber der Spott war natürlich auf meiner Seite mit der angeschwollenen Oberlippe - also hütet euch vor abgesägten Pöllern! ;)

4 Kommentare:

  1. geniale Geschichte! :D

    .. und das Layout gefällt mir. :)

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  2. Hahaha. "...und fragte mich, wieso man eigentlich nicht betrunken Auto fahren darf, weil das großen Bock machen würde."

    Großartige Geschichte, Liebes! Gut, dass du dich von mir zum Bloggen überreden hast lassen. ;-)

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  3. "Seit der Klausurenphase vertrage ich nicht mehr so viel wie vorher. Und Sekt steigt sowieso immer schnell zu Kopf."

    Wem sagst du das!!

    Geniale Geschichte! Lese deine Texte immer sehr gerne!

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  4. Ich liebe deine Geschichten :D

    Achja, dein Layout ist toll!

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