Mittwoch, 22. September 2010

Ich weiß doch auch nicht.

Eins steht fest: Ich bin nicht romantisch. Ich in nicht kitschig. Zumindest nicht im herkömmlichen Sinne. 
Ich gehöre auch nicht zu denjenigen, die Tag und nach mit ihrem "Schatz" zusammen sein möchten. Ich bin gerne frei und für mich und brauche niemand anderen zum Leben. Aber ich will (alles andere wäre auch bedenklich).
Ich verliebe mich allerdings ungefähr nie, denn ich halte mich zurück. Wieso, fragt ihr euch? Zumindest dieses hier kann ich sagen: es liegt nicht (ausschließlich) am naheliegenden Grund ("Angst vor Zurückweisung"). Es ist nämlich so: Ich hasse es, verliebt zu sein. Deshalb lasse ich es, wenn möglich, nur dann zu, wenn es sich auch lohnt. 

... Ja, ich weiß. WFT mag sie es nicht, verliebt zu sein?! Ist doch das schönste Gefühl der Welt?! Nein.
Wenn ich verliebt bin, schleicht er sich in jeden Gedanken. Er ist das erste, woran ich denke, wenn ich morgens aufwache und einschlafen kann ich sowieso nicht mehr, da er in meinem Kopf herumschwirrt. Ich kann nicht lernen, weil ich mich nicht konzentrieren kann. Und ich könnte jeden Satz mit "Oh, xy sagt, ..." oder "Weißt du, was xy gestern gemacht hat?" beginnen, was ich natürlich unterdrücke.
Kurz gesagt: Ich gehe mir selbst unheimlich auf die Nerven, wenn ich wirklich verliebt bin. Ich bin müde, ich kriege nichts zustande, ich "funktioniere" nicht. Und ich fühle mich wie ein 14jähriges Schulmädchen (entschuldigt!), das nur mehr von ihrem Schwarm (Gott, ich hasse dieses Wort!) spricht und träumt und deshalb in der Schule absackt. Wegen irgendeines Typen.

Wie in aller Welt kann man das wirklich mögen?!

Nunja, jedenfalls verbiete ich es mir, mich zu verlieben, wenn es sich nicht lohnt. (Haha, klappt natürlich immer hervorragend).
Vielleicht bin ich aber auch nur zu blöde dazu, zu erkennen, wenn jemand "Potential" hätte und sehe das erst, wenn er es mir deutlich macht? Was weiß ich!
Oder vielleicht bin ich auch einfach nur feige, wer weiß das schon.

So sitze ich auch heute Abend wieder hier, weiß nichts mit mir anzufangen, weiß nicht, ob ich ihm nun eine SMS schreibe oder es bleiben lasse und warte auf den ultimativen Mut- (oder von mir aus auch Wut-) Impuls, der mich dazu bringt, mal Klartext zu fordern. Wenn er schon keine Anstalten macht.
Aber wieso sollte man etwas ausdiskutieren, wenn man es auch einfach ignorieren und ausschweigen kann?

6 Kommentare:

  1. 'schwarm' ist wirklich ein absolut schreckliches wort :D

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  2. Schreib ihm: If you don't tell anyone, I would really like kiss you again.

    Okay, nicht sehr Meike-tauglich. Das geb ich zu. Aber kannst du dich noch erinnern, wie ich auf M.s SMS geantwortet habe und euch halb wahnsinnig gemacht hab?? Ich hab das dem M. mal neulich erzählt und er meinte, er hätte es cool gefunden, wenn ICH mich gemeldet hätte. Also melde du dich bei ihm, Liebes.

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  3. Ich kann es sehr gut nachvollziehen, dass du es nicht unbedingt magst verliebt zu sein. Man ist unkonzentriet, bekommt nichts richtig auf die Reihe und ja man fühlt sich meist wirklich wie ein 14jähriges Schulmädchen.
    Ich kenne zwar deine Situation nicht, aber nach dem, was ich herauslesen konnte, denke ich auch, dass es gut wäre, wenn du ihm schreiben würdest.
    Man kann solche Dinge zwar ignorieren oder todschweigen, aber es ist ein befreiendes Gefühl, wenn man über alles geredet hat.

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  4. :D die anderen beide finde ich nicht soo schlimm - aber kommt auch immer auf den zusammenhang an :D und schwarm kann einfach gar nichts toppen *g*
    dankeschön fürs verfolgen - freut mich :)

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  5. Du wirst mir immer sympathischer ;D

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  6. Haha, ich hab auch keine Lust auf sowas. Vor allem aber, weil ich mich voll auf mich selbst konzentrieren will. Ja, egoistisch. :)

    Du schreibst toll!!!

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