Ihr Lieben!
Ich habe euch sträflich vernachlässigt und das auch noch, nachdem ich große Töne gespuckt und "vielleicht schon diesen Freitag" geschrieben habe - vor inzwischen schon über 3 Wochen! Ich hoffe, ihr seht mir das nach.
Die Wahrheit ist: Nach den Klausuren wurde viel getrunken und dann hatte ich einen Horrortrip nach Hause, von dem ich euch auch bald kurz berichten werde - und ihr glaubt ja gar nicht, wie stressig 10 Tage zurück in der Heimat sein können, wenn davon 3 Tage Feiertag sind und man irgendwie noch alle Freunde unter einen Hut kriegen muss, um mit jedem mal einen Kaffee oder ein Bier getrunken zu haben und trotzdem nebenbei noch viel viel Spaß zu haben und weg zu gehen, bis der Morgen graut. Wenn ich dann mal zu Hause saß und Zeit gehabt hätte, fehlte mir die Muße und er Ideengeist, um euch meine vergangenen Geschichten einigermaßen schön aufbereiten zu können.
Aber jetzt, nachdem mich eine Grippe 4 Tage lang niedergestreckt hatte, habe ich die Zeit gefunden, um euch zu berichten, was irgendwann Mitte Dezember in Cork passierte...
Ich schnappte mir damals also eine meiner Mitbewohnerinnen und wir setzten uns in den Bus gen Cork, um uns für 2 Nächte dort aufzuhalten und an der "größten ERASMUS-Party des Semesters" teilzunehmen, die noch am gleichen Abend statt fand.
Wir kamen also gegen 7 an, wurden von einem netten jungen Mann abgeholt und in die Wohnung gebracht, in der wir schlafen würden und in der es auch die Preparty gab. Begrüßt wurden wirmit einem Glas voll Whiskey - Pur, was anderes zum Auffüllen gabs nicht mehr. Mit allem, was sonst noch in uns hinein geschüttet wurde (jaja, wir waren nicht ganz unschuldig daran!), möchte ich euch nicht langweilen, aber es war ausreichend viel.
Frühzeitig brachen wir zu eben dieser riesen Party auf, da die Anwesenden die Ausrichter waren (ursprünglich war es mal eine Geburtstagsparty gewesen, aber als die Facebook-Veranstaltungs-Gruppe die 100er-Marke sprengte, war klar, dass man sich einen öffentlichen Raum dafür suchen musste...).
Einer unseres netten Grüppchens schaffte es nichteinmal mehr bis zum Pub, in dem das ganze stattfinden sollte, er wurde zurückgebracht (auf halber Strecke), mit einem Eimer Wasser übergossen und dann für ein paar Stündchen schlafen gelegt.
Mit der Zeit wurde das Pub immer voller und voller und meine Mitbewohnerin (die auch mein Geld und alles in ihrer Tasche hatte) schleppte Drink um Drink an - zunächst Guinness, dann auf einmal auch Sex on the Beach, war wohl im Angebot.
Ich hatte nette Konversationen mit einem Holländer, der witzigerweise nicht größer war als ich und allem Anschein nach nichts daran auszusetzen hatte, dass ich hackenstramm war. Meine Mitbewohnerin war mittlerweile auch irgendwo im Gewusel verschwunden und ich sollte sie bis zum Ende des Abends nicht wiederfinden.
Ehrlich gesagt kann ich euch nicht genau erklären, was mit dem Holländer passierte - könnte allerdings durchaus im Bereich des Möglichen liegen, dass wir uns geküsst haben. Ich weiß es nicht, Entschuldigung.
Auf jeden Fall war ich irgendwann weg, oder der Holländer war weg, oder keine Ahnung, ich fand niemanden mehr, den ich irgendwie uach nur im Entferntesten kannte, führte kurze Telefonate mit dem jungen Mann, der halb weggetreten irgendwo auf dem Sofa lag bzw seinem Mitbewohner...
Und traf irgendwann auf einen anderen jungen Mann, blond. Ein Ire. Was auch immer ein Ire auf einer Erasmus-Party trieb, habe ich ihn vermutlich gefragt, aber die Antwort bleibt im Schleier des Vergessens. Aber eines weiß ich sicher: Ihn habe ich geküsst. Und etwa anderes weiß ich genauso sicher: Ich wusste niemals seinen Namen. Irgendwann ging die Musik aus und das Licht an, woraufhin ich mich in Windeseile verabschiedete, da mir siedendheiß einfiel, dass ich meine Jacke einfach IRGENDWOHIN gelegt hatte und nicht ohne sie heim fahren wollte!
Ich könnte allerdings noch so viel beschreiben, wie der Abend verlaufen ist, Bilder sagen ja doch mehr als tausend Worte:
Ja, es war vermutlich nicht meine Beste aller Ideen, zu dieser Party ein weißes Shirt anzuziehen. Das braune dürfte im Übrigen Guinness sein, die roten Stippen vom Sex on the Beach kommen... NEIN, natürlich habe ich nicht auf mein Shirt gespuckt, ich wurde nur angerempelt und konnte das nicht mehr gut ausbalancieren :D
Der nächste Tag war übrigens grauenhaft und wir brauchten mehrere Kopfschmerztabletten und einige Stunden des bewegungslosen Liegens, um und wieder einigermaßen gut zu fühlen.
Von der Stadt haben wir dann wieder nichts gesehen und am Abend ging es ja auch schon wieder auf eine Party und danach in einen Club... Und naja, danach gings ja auch schon wieder nach Hause ;)
So denn - ich muss wieder zurück nach Cork, um doch noch mal mehr als nur das Gefängnis davon zu sehen ;)

oh man, ich liebe deine geschichten. :D
AntwortenLöschendas t -shirt sieht jetzt gar nicht mal so schlecht aus. xD
AntwortenLöschenwenn ich deinen blog lese freue ich mich direkt auf die Zeit nach dem abi. xD
Oh da hast du ja mal wieder was erlebt...lustig wie immer! ;)
AntwortenLöschenWir haben dir übrigens einen "Blog-Award" verliehen, wenn du Lust hast, kannst du ja bei dem Ganzen mal mitmachen :)
http://schlafendekaninchen.blogspot.com/2011/01/dankeee.html
Hey, ich bin ein anonymer Leser bzw. Leserin*g*
AntwortenLöschenUnd so krass es klingt, dein Leben ist irgendwie so aufregend. Also lass uns bald wieder an deinem Leben teilhaben (: Wie schaffste es eig., dass iwie fast alle dich so toll finden? :o
dein Leben ist ja wirklich extraordinary! :D Deine Geschichten sind genial, man könnte sich echt den ganzen Tag hinsetzen und sie lesen. Gefällt mir echt sehr, die Art wie du schreibst.
AntwortenLöschen.. ich freu mich auch auf die Zeit nach dem Abi! :D